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Zyklus III | Personale Kompetenzen

Eigene Stärken und Fähigkeiten einschätzen und gezielt einsetzen

Nachstehend sind Anknüpfungspunkte mit dem Fokus «Eigene Stärken und Fähigkeiten einschätzen und gezielt einsetzen» Zyklus III im Lehrplan 21 und Lebensraum Schule praxisnah aufbereitet und unterstützen die Umsetzung.

Lehrplan 21

Im Lehrplan 21 werden personale, soziale und methodische Kompetenzen unterschieden. Sie sind auf den schulischen Kontext ausgerichtet. Die einzelnen personalen, sozialen und methodischen Kompetenzen lassen sich dabei kaum trennscharf voneinander abgrenzen, sondern überschneiden sich. Die Orientierungshilfe stellt einen Fokus pro überfachliche Kompetenz und Zyklus zur Verfügung. Dies mit dem Wissen, dass sich dabei personale, soziale und methodische Kompetenzen bedingen und sich curricular über alle Zyklen hinweg entwickeln.

Anknüpfungspunkte zu den überfachlichen Kompetenzen, jeweils entsprechend dem altersbedingten Entwicklungsstand der Kinder: Nachstehend sind alle überfachlichen Kompetenzen aufgeführt, die mit dem Fokus «Eigene Stärken und Fähigkeiten einschätzen und gezielt einsetzen» bearbeitet werden. Zudem kann der Fokus auch in allen Fächern und/oder im Rahmen eines Themas bearbeitet werden. Die Beurteilung kann in die kantonalen Kriterien einfliessen. Beispiele dazu sind nachfolgend aufgelistet.

Die Schülerinnen und Schüler...

Personale Kompetenzen

  • können eigene Gefühle wahrnehmen und situationsangemessen ausdrücken.
  • können ihre Interessen und Bedürfnisse wahrnehmen und formulieren.
  • können Stärken und Schwächen ihres Lern- und Sozialverhaltens einschätzen.
  • können auf ihre Stärken zurückgreifen und diese gezielt einsetzen.
  • können Fehler analysieren und über alternative Lösungen nachdenken.
  • können auf Lernwege zurückschauen, diese beschreiben und beurteilen.
  • können eigene Einschätzungen und Beurteilungen mit solchen von aussen vergleichen und Schlüsse ziehen (Selbst- und Fremdeinschätzung).
  • können aus Selbst- und Fremdeinschätzungen gewonnene Schlüsse umsetzen.
  • können sich in neuen, ungewohnten Situationen zurechtfinden.
  • können sich Unterstützung und Hilfe holen, wenn sie diese benötigen.
  • können einen geeigneten Arbeitsplatz einrichten, das eigene Lernen organisieren, die Zeit einteilen und bei Bedarf Pausen einschalten.
  • können Strategien einsetzen, um eine Aufgabe auch bei Widerständen und Hindernissen zu Ende zu führen.
  • können eigene und andere Meinungen und Überzeugungen auf zugrunde liegende Argumente (Fakten, Interessen, Werte) hin befragen.
  • können Argumente abwägen und einen eigenen Standpunkt einnehmen.
  • können die Argumente zum eigenen Standpunkt verständlich und glaubwürdig vortragen.
  • können aufgrund neuer Einsichten einen bisherigen Standpunkt ändern; sie können in Auseinandersetzungen nach Alternativen oder neuen Wegen suchen.
  • können einen eigenen Standpunkt einnehmen und vertreten, auch wenn dieser im Gegensatz zu vorherrschenden Meinungen/Erwartungen steht.

Soziale Kompetenzen

  • können die Wirkung von Sprache reflektieren und achten in Bezug auf Vielfalt auf einen wertschätzenden Sprachgebrauch.

Methodische Kompetenzen

  • können einschätzen, wie schwer oder leicht ihnen die Aufgaben/Problemlösungen fallen werden.

Fachliche Kompetenzen

  • NMG.2.6h: Die Schülerinnen und Schüler können zu Einflüssen des Menschen auf die Natur mögliche Folgen abschätzen, Erkenntnisse dazu ordnen und über eigene Verhaltens- und Handlungsweisen nachdenken.
  • NT.7.4b: Die Schülerinnen und Schüler können präventiv (z.B. Hände waschen, Impfung) und kurativ (z.B. körperliche Ruhe bei einer Grippe) angemessen auf häufige Erkrankungen reagieren
  • NMG.1.1b: Die Schülerinnen und Schüler kennen Möglichkeiten, mit Spannungssituationen und Stress umzugehen (z.B. Pausengestaltung, Bewegung)

Beispielsthemen

 

  • Meine Ressourcen: ERG.5.1a Die Schülerinnen und Schüler können ihre Erfahrungen und Interessen einbringen, ihre Stärken und Talente beschreiben und sich in verschiedenen Situationen (z.B. Bewerbung, neue Gruppe) entsprechend vorstellen. ​
  • Stressmanagement: ERG.5.1b Die Schülerinnen und Schüler kennen Möglichkeiten, mit Spannungssituationen und Stress umzugehen (z.B. Pausengestaltung, Bewegung). ​Erholung, Entspannung, Planungshilfen, Lerntechniken.

Mögliche Beiträge zu Beurteilungskriterien (siehe dazu kantonale Vorgaben)

  • sich mit Menschen austauschen, eigenen Standpunkt einnehmen
  • eigene Ressourcen kennen, Fähigkeiten einschätzen, Gefühle wahrnehmen, eigene Ziele und Werte reflektieren und verfolgen
  • Herausforderungen und Kritik konstruktiv annehmen, Gefühle wahrnehmen und sich mitteilen
  • eigene Stärken kennen und nutzen
  • Zusammenhänge herstellen (vernetztes Denken), Lösungsvorschläge suchen
  • Informationen suchen, bewerten, aufbereiten, eigenen Standpunkt einnehmen und vertreten, eigene Position hinterfragen

Unterrichtsmethoden

Mit der Unterrichtsgestaltung tragen Lehrpersonen bereits relevant zur Förderung des Fokus Fokus Eigene Stärken und Fähigkeiten einschätzen und gezielt einsetzen bei. Dies zeigt sich beispielsweise in der Wahl der Unterrichtsmethoden. Dazu einige Beispiele.

Ideen für den Unterricht

Downloads

Stress lass nach
Unterrichtssequenz zum konstruktiven Umgang mit Stress und unangenehmen Gefühlen.

Stressprävention mit feel-ok.ch
Was stresst Jugendliche? Wie gehen Jugendliche mit belastenden Situationen und Gefühlen um? Jugendliche kommen zum Wort. Mit den Arbeitsblättern lassen sich diese Inhalte mit geringem Vorbereitungsaufwand mit Schulklassen vertiefen.

Stärken entdecken - erfassen - entwickeln e3 – das Talentportfolio in der Schule (kostenpflichtig)
Handbuch, um Kinder zu unterstützen, ihre eigenen Ressourcen zu erkennen und zu nutzen.

Mappe «Wetterfest»: Kapitel 3.3, Lebenskompetenzen: Probleme
Die Unterrichtseinheiten bieten Ideen zur Reflexion über verschiedene Lebensperspektiven sowie ihren Sonnen- und Schattenseiten.

Schülerinnen- und Schülerfeedback Instrumentenkoffer
Unterrichtsmethoden und -ideen, um zu erlernen, wie man konstruktives Feedback gibt und mit Feedback anderer umgeht.

Projekte

MindMatters

  • Das Grundlagenmodul «Fit für die Ausbildung» und seine Teilmodule lehnt sich an schulische Konzepte zur Berufsorientierung an und basiert auf dem Konzept der Entwicklungsaufgaben im Übergang. Die Schüler/-innen sollen durch die Förderung ihres Gesundheitsbewusstseins dazu befähigt werden, im Alltag zu bestehen und an gesellschaftlichen Aufgaben – z.B. einer Arbeitstätigkeit – teilzuhaben. Dazu gehört auch, dass sie sich auf die konkreten (gesundheitsrelevanten) Anforderungen des zukünftigen Arbeitsumfelds vorbereiten. Dabei reflektieren sie Vorstellungen und Bedürfnisse an eine gesunde private und berufliche Umwelt, lernen achtsam mit ihrem Körper umzugehen und auf eigenen Stärken zu vertrauen.
  • Im Vertiefungsmodul «Mobbing? Nicht an unserer Schule» werden die Schüler/-innen durch eine Vielzahl interaktiver und experimenteller Aktivitäten zur Reflexion sowie Kommunikation und Kooperation aufgefordert und trägt zur Entwicklung von Verhaltens- und Problemlösekompetenz in Konfliktsituationen bei.
  • Das Vertiefungsmodul «Rückgrad für die Seele – Umgang mit Verlust und Trauer in der Schule» zielt u.a. auf die Förderung von Resilienz und die Entwicklung von Bewältigungsstrategien der Schüler/-innen.
  • Das Vertiefungsmodul «Wie geht’s? – psychische Störungen in der Schule verstehen lernen» zielt neben der Wissensvermittlung insbesondere auf die Entwicklung von Handlungsstrategien zum Umgang mit psychischen Störungen auf individueller Ebene sowie auf Ebene der Schulorganisation. Darüber hinaus trägt es zur Förderung von Hilfe suchendem Verhalten bei.
  • Im Vertiefungsmodul «Mit Stress umgehen – Förderung der Resilienz in der Schule» erarbeiten die Schüler/-innen persönliche Bewältigungsstrategien bzw. Coping-Strategien für unterschiedliche Herausforderungen.

Klassenübergreifende Ideen / Ideen für den Lebensraum

Schritte ins Leben

Was ist mir in einer Freundschaft wichtig? Was ist Glück? Welche Talente zeichnen mich aus und wie gehe ich mit Aggressionen um? «Schritte ins Leben» unterstützt die Jugendlichen beim Reflektieren von persönlichen Erfahrungen und beim Lernen von Strategien zur kompetenten Bewältigung von Alltagssituationen. Die Lernenden setzen sich mit Zivilcourage, dem Wert des Anderseins, gewaltfreier Kommunikation und Partizipation auseinander, womit ein wichtiger Beitrag zur Gemeinschafts- und Persönlichkeitsbildung geleistet wird. Ihre sozialen Kompetenzen werden weiterentwickelt und sie erleben, dass Respekt, Offenheit und Toleranz Beziehungen stärken. Die Jugendlichen lernen ihre Ressourcen durch die Reflexion über sich selbst und in der Auseinandersetzung mit der Fremdwahrnehmung besser kennen.

MindMatters
Das Vertiefungsmodul «Mit Stress umgehen – im Gleichgewicht bleiben» eignet sich auch zum Einsatz bei Klassenreisen und Projektwochen oder -tagen.

Schulentwicklungsmodule SchoolMatters
Das Basismodul Schulentwicklung stellt zahlreiche Arbeitsmaterialien (Situationsanalysen, Checklisten und Planungshilfen) für Lehrpersonen, Schulleitungen, Eltern und Schüler/-innen zur Verfügung, mit denen mögliche Strukturen, Strategien und Partnerschaften zur Förderung der psychischen Gesundheit aller Schulmitglieder aufgebaut werden können.

Schulnetz21: EMPOWERMENT und PARTIZIPATION grossgeschrieben
Praxisbeispiel Schule Gettnau LU

Netzwerk Begabungsförderung
Das Netzwerk Begabungsförderung verbindet Institutionen und Personen, die sich für Begabungs- und Begabtenförderung engagieren und steht allen Interessierten offen.

Tanz aus der Reihe – Kartenset
Ein Schneemann mit Erdbeernase und Sonnenbrille – zu welchem SDG passt das? Das Kartenset ist thematisch rund um die Globalen Nachhaltigkeitsziele (SDG) konzipiert und orientiert sich didaktisch am Prinzip «Empowerment». Die anregenden Bilder zeigen teils realistische, teils fantastische Situationen (wie im Spiel «Dixit») – so bleibt viel Raum für Kreativität und Interpretation.

Zurück zur Matrix

weitere informationen

«Eigene Stärken und Fähigkeiten einschätzen und gezielt einsetzen» fördert auch Lebens-, Gesundheits- und BNE-Kompetenzen.

Lebens- und Gesundheitskompetenzen (PHZH):

  • Selbstwahrnehmung
  • Kreatives Denken
  • Kritisches Denken
  • Entscheidungsfähigkeit
  • Problemlösefertigkeit
  • Stressbewältigung

BNE-Kompetenzen (éducation21, PDF):

  • Vernetzt denken
  • Kritisch konstruktiv denken
  • Gesellschaftliche Prozesse mitgestalten
  • Sich als Teil der Welt erfahren
  • Eigene und fremde Werte reflektieren
  • Verantwortung übernehmen und Handlungsspielräume nutzen
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